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Der Kammerherr trat ab.
„Ich bitte noch einmal um Entſchuldigung, Herr Höppener,“ fuhr die Königin gegen dieſen fort,„daß ich Ihren intereſſanten Vortrag unterbrochen habe; aber wichtige Ereigniſſe gehen um uns her vor, und man darf keinen Augenblick verlieren.“
Prinz Guſtav hatte Höppeners Ausführung mit einem für alle Belehrung offenen und zugänglichen Gemüth angehört. Als Höppener jetzt aufhörte, verſank der Prinz in ſich und ſchien das Vernom⸗ mene zu überlegen.
„Ich wollte mir,“ fuhr die Königin fort,„Ihren Rath über die Art und Weiſe erbitten, wie die Voll⸗ ziehung der Todesurtheile abgewehrt werden könnte; da wurde ich freudig durch den Beſchluß des Königs überraſcht, der nach meiner Anſicht ein unüberſteig⸗ liches Hinderniß in den Weg wirft.“.
Ein Ausdruck von Zweifel runzelte Höppeners Stirne; er ſchien auch ſprechen zu wollen, hielt aber an ſich und ließ die Königin fortfahren.
„Mein Plan war der, Höppener.. ich ſpreche ganz aufrichtig mit Ihnen... nicht bloß den Kö⸗ nig zur Verweigerung ſeiner Unterſchrift zu beſtim⸗ men, ſondern ihm auch in Ferſen und in den Spre⸗ chern der Stände Bundesgenoſſen zu verſchaffen. Ich fürchte nämlich, daß der König, wenn er ganz allein ſteht, für die Länge nicht auf ſeinem Vorſatz behar⸗ ren könnte. Wie Sie ſelbſt hörten, hat er ſeinen Entſchluß ohne alles Zuthun von meiner Seite ge⸗ faßt. So weit iſt jetzt Alles gut. Um jedoch Fer⸗ ſen und die Sprecher zu gewinnen...“
„Glauben Ew. Majeſtät, daß Ferſen...“


