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unterzeichnen? Sie haben ein zu edles Herz, um Ihre Feder in ein Henkerbeil im Dienſte gehäſſiger Feinde, in ein Werkzeug des gräßlichſten Undanks zu verwandeln.“.
„Nein, liebe Frau, nein; das werde ich nie thun.“
Die Beſtimmtheit des Königs erfreute die Kö⸗ nigin; ſie hatte etwas ganz Anderes erwartet.
„Keine Macht in der Welt,“ fügte der König hinzu,„wird mich beſtimmen, dieſes Todesurtheil zu unterzeichnen.“
Die Königin ſah ihn forſchend an, ob er wohl in ſeiner Seele ebenſo unerſchütterlich ſei, wie ſeine Worte verhießen. Auch entdeckte ſie jetzt in ſeinen ſanften, menſchenfreundlichen Zügen eine Beſtimmt⸗ heit, die ſie früher nicht bemerkt hatte. Sie wurde ganz entzückt. Sie meinte ſogar, daß ſie ſich mit der Berufung Höppeners eine ganz unnöthige Mühe gemacht habe.
Höppener hörte das Geſpräch zwiſchen dem Kö⸗ nigspaar an, ohne ſich einzumiſchen.
„Und man wird wohl,“ bemerkte die Königin noch etwas zweifelnd,„ohne Deine königliche Unter⸗ ſchrift das Urtheil nicht vollſtrecken können?“
„Ich kann das nicht glauben. Wir wiſſen zwar aus Erfahrung, daß nach der Art, wie Stände und Rath meine Stellung beurtheilen, mein Begnadi⸗ gungsrecht keinen Werth hat; aber ohne meinen Namen kann doch wohl nichts ausgeführt werden. Jedenfalls iſt mein Entſchluß gefaßt— ich unter⸗ zeichne nicht.“
„Ich danke, o ich danke Ew. Majeſtät von gan⸗


