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ſchem Uktheil und perſönlichem Muth; ſie erinnerte ſich recht gut aller ſeiner Rathſchläge, die ſowohl von Charakterſtärke, als von Feuer und Klugheit zeug⸗ ten. Eines ſolchen Mannes glaubte ſie aber jetzt als einer kräftigen und ſicheren Stütze zu bedürfen.
Die Raketenrolle, welche die Sterne und Feuer in ſich verſchließt, bedarf immer einer Stange, um das nöthige Gleichgewicht zu behalten.
Die ſtärkſten Charaktere haben oft eine nicht un⸗ erklärliche aber wunderbare Vorliebe für Kinder, für ihre unſchuldige Heiterkeit, ihr naives Geplauder, ihre ungekünſtelte Natur und Einfachheit. Die Kö⸗ nigin hatte daher auf die Stunde, wo ſie Höppener erwartete, ihren Sohn Guſtav beſchickt. Sie wußte nicht, ob ſie nicht während des Geſprächs einer dritten Mittelsperſon bedurfte. Mit dem Prinzen Guſtav an ihrer Seite konnte ſie darauf rechnen über den ſonſt ſo unbeugſamen Mann etwas zu ver⸗ mögen.
Die Königin hatte Höppener eine Stunde vor dem gewöhnlichen Beſuch des Königs rufen laſſen, um ſich mit ihm zu berathen, und Höppener ſtellte ſich auch zur feſtgeſetzten Zeit ein, aber der König kam diesmal früher als ſonſt zu ihr, und die beiden Herrn traten beinahe zu gleicher Zeit ein. Sie warf ſich daher ohne alle Umſchweife mitten in die Sache, die ihr ſo ſehr am Herzen lag.
„Ach, Ew. Majeſtät,“ redete ſie den König an, pich leſe in Ihren Augen den tiefen Kummer, der Ihre Seele erfüllt. Sie gehen in den Berathungs⸗ ſaal. Es kann doch wohl nicht Ihre Abſicht ſein, dieſes ſchändliche Urtheil über unſere Freunde zu


