Er ging daher ganz ruhig und in gewöhnlichem Schritt in der Allee vorwärts.
Aber die Perſonen in der Laube hörten auch bereits ſeine Schritte, und als Wallenſtjerna ſich dem Eingang näherte, ſah er ein Frauenzimmer zwiſchen den Bäumen hineilen, und zwar mit ſolcher Haſt, daß er nur noch die ſchlanke, ſchöne Geſtalt entdecken konnte, um deren Formen ein ſchwarzes Seidenkleid ſich drapirte. Ein italieniſcher Strohhut mit breitem Rand bedeckte Kopf und Geſicht. Aber ſo ſehr er ſich auch über ihr glückliches Entkommen ärgerte, ſo freute er ſich doch, daß er immerhin we⸗ nigſtens das vermummte Original, den Herrn aus Schonen, den Baron vor ſich hatte.
Um ſich Nichts anmerken zu laſſen, ſtellte er ſich ganz überraſcht beim Anblick des ſonderbaren Alten.
„Mein Gott, was ſehe ich? Sind Sie es wirk⸗ lich? Es iſt ſchon lange her, daß wir uns getroffen haben... aber ich glaube, Sie erkennen mich gar nicht mehr. Wir ſahen einander das erſte Mal in der holländiſchen Düne... nicht wahr?... in der holkändiſchen Düne.“
Der Alte lächelte und nickte bejahend.
„Erinnere mich wohl,“ erklärte er,„ſehr wohl; Sie waren damals nicht allein, hatten einen Freund bei ſich, habe Sie ſeitdem nicht mehr geſehen, freut mich Sie wiederzuſehen, gehorſamſter Diener, höchſt angenehm...“
„Täuſche ich mich nicht,“ verſetzte indeß Wallen⸗ ſtierna,„ſo habe ich die Ehre gehabt, Sie auch ein⸗ mal im Luchshof zu ſehen...“


