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wir ihm dieſe kleine Selbſtzuverſicht; aber wir trauen auch uns ſelbſt einigen Einblick zu. Es iſt leicht zu ſehen, daß das ganze Land jetzt des Druckes der Hutpartei müde iſt; dieſe iſt nicht bloß auf dem Gipfel ihrer Macht, ſondern zu gleicher Zeit auch am Rande eines Abgrundes angelangt; wir brauchen bloß den kleinen Finger zu bewegen, um ſie hinab⸗ zuſtürzen. Sie haben indeß Recht, Höppener, daß Sie vorſichtig ſind. Die Vorſicht paßt für Ihre ge⸗ ſellſchaftliche Stellung. Sie haben Angſt vor der Revolution, und deßhalb...“
Höppener legte ſeine Hand aufs Herz und erhob ſeine muthige Stirne.
„Angſt vor der Revolution?“ wiederholte er. „Sie kennen mich nicht, Graf. Wenn ſich im gegen⸗ wärtigen Augenblick ein junger Mann vorfände, der neben dem nöthigen Einfluß ein tieferes politiſches Urtheil und die erforderliche Einſicht und Energie beſäße, um die rechte Stunde der Entſcheidung be⸗ ſtimmen zu können, ſo würde ich mich, ſelbſt auf die Gefahr hin, meinen Kopf zu Markte zu tragen, an Sie anſchließen. Aber entſchuldigen Sie mich, meine Herren, wir beſitzen keinen ſolchen Mann. Die Köni⸗ gin iſt— ich will mich ganz unumwunden ausſpre⸗
chen— ein Genie; aber dieſes Genie iſt die Flamme
eines warmen Gefühls, der Strahl einer lebhaften Phantaſie, nicht das klar und ruhig leuchtende Licht eines überlegenden Verſtandes, und ich bin über⸗ zeugt, daß ſie, trotz all ihres Einfluſſes auf den König, ihn nicht einmal beſtimmen kann, ſeine Ein⸗ willigung zu einigen Gewaltmaßregeln zu geben, weil die Handlungen des Königs durch ſein Herz


