Sie uns vielmehr zuverſichtlich an glücklichen Erfolg glauben.“
„Es war mir,“ fuhr indeß die Gräfin Brahe fort,„als ſähe ich...“
Aber plötzlich unterbrach ſie ſich... ſie richtete ihr Haupt empor... ſie lauſchte. Man konnte nicht leicht begreifen, was in ihr vorging.
„Sie ſahen...“
„Still!“
Die Gräfin Hard bemerkte jetzt, daß ihre Freun⸗ din ihre ganze Aufmerkſamkeit auf den Pudel an der Thüre geheftet hielt, der auch lauſchend ſeinen Kopf erhoben hatte.
„Brahe muß ſogleich hier ſein,“ bemerkte die Hausfrau endlich,„ſtill...“
Der Pudel bellte.
„Er iſt hier,“ fügte ſie dann hinzu,„er muß in wenigen Minuten hier ſein. Ach, wir beſitzen einen treuen Freund in dieſem Pudel hier.“
Darauf wandte ſie ſich wieder zur Gräfin Hard, die ein gewiſſes Gefühl der Verwunderung nicht un⸗ terdrücken konnte.
„Ich ſah,“ begann ſie wieder,„im Traum etwas ganz Gräßliches.“
„Nun ja, Sie ſahen...“
„Ich ſah ein blutiges Haupt.“
In dieſem Augenblick hörte man ein dumpfes Wagenrollen von außen. Der Hund ſprang auf und ſtürzte auf die Thüre zu, die aufflog.
Die Gräfin Hard, deren Muth vielleicht mehr ſcheinbar als wirklich war, wurde von einem wun⸗ derſamen Gefühl ergriffen.


