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Gräfin. Brahe weiß ſogar noch Nichts von der Einladung nach Drottningholm, welche die königliche Familie auf heute Abend erlaſſen hat. Was ſoll ich thun?“
„Ich erkenne das Kummervolle und Schmerzliche in Ihrer Lage, Frau Gräfin,“ antwortete die Gräfin Hard,„und ich halte es für das Allerbeſte, wenn ich Sie auf einmal mit Ihrer Stellung bekannt mache.“
„Ach, ich wünſche Nichts ſehnlicher.“
„Die Königin, die einiges Vertrauen in meinen Muth und meine Seelenſtärke ſetzt, hat mir ins Ohr geflüſtert, daß...“
„Daß...
„Daß unſere Männer conſpiriren.“
Die Gräfin Brahe ließ den Kopf ſinken, wech⸗ ſelte jedoch ihre Farbe nicht und verlor Nichts von ihrer Selbſtbeherrſchung.
„Ich ahnte es, aber ich konnte das Wort nicht über meine Lippen bringen. Alſo ſoweit mußte es kommen. Und ich...“
„Laſſen Sie uns jetzt nicht an uns ſelbſt denken, Frau Gräfin, ſondern nur an diejenigen, die ſich für eine große Sache blosſtellen: wir müſſen ſie von allen Seiten umgeben, müſſen ihnen Freunde wer⸗ ben, müſſen ihre Feinde in ihr Lager hinüber locken. Wenn Sie dabei ſind, ſo wollen wir auch conſpiriren.“
Aber die Gräfin Brahe hörte ihre Freundin nicht mehr an, ſondern verſank in ſich ſelbſt.
„Sie können ſich gar nicht vorſtellen,“ ſagte ſie, „welchen ſchrecklichen Traum ich neulich hatte.“
„Vergeſſen Sie Ihre Träume, Gräfin, und laſſen


