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„Ein blutiges Haupt,“ wiederholte ſie.„Weſſen Haupt?“—
„Das ſeinige.“
Während ſie dieſe abgebrochenen Worte ſprachen, folgten ſie lauſchend jedem Getöne von außen. Sie hatten den Wagen anhalten, hatten Tritte herauf kommen gehört und ſahen jetzt Brahe eintreten.
Eine Stunde verging. Graf Brahe zog ſich auf ſeine Zimmer zurück. Ermüdet von der Reiſe, warf er ſich auf einen Sopha. Der Bereiter Hallen, der mit ihm hereingekommen war, erwartete an der Thüre ſeine Befehle. Es herrſchte tiefe Stille. Der Liebling des Hauſes, der Pudel, ſtand vor ſeinem Herrn, der mit freundlichem Wohlgefallen den langhaarigen, beinahe ſchneeweißen Rücken des Thieres ſtreichelte. Brahe ſchien dabei Hallen gänz⸗ lich zu vergeſſen und überließ ſich immer mehr ſeinen eigenen Betrachtungen. Aber als er endlich die Augen wieder aufſchlug und ſein Blick auf den Mann an der Thüre fiel, da fuhr er mit ſichtlichem Schrecken zuſammen, gleich als fühlte er ſich unan⸗ genehm durch die Anweſenheit eines Andern überraſcht.
„Was machſt Du hier, mein lieber Hallen?“ fragte er.
„Ich erwarte die Befehle des Herrn Grafen.“
„Ci das iſt recht. Bring die Equipage in Ord⸗ nung, wir fahren heute Abend nach Drottningholm.“
Hallen wandte ſich um und wollte gehen.
„Bleib noch ein wenig, mein Lieber. Ehe wir wegfahren, erwarte ich noch einige Perſonen. Du


