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Dieſe Antwort kam jedoch nicht von Höppener, ſondern von Puke, der jetzt zur Königin vortrat.
Dieſe Verſammelten hatten voll Unruhe ſeine Rückkehr erwartet. Niemand wußte, wie er es an⸗ greifen wollte, um ſich über die Geſinnungen der Gegenpartei Gewißheit zu verſchaffen; aber man kannte ſeine kalte Entſchloſſenheit und ruhige Kühn⸗ heit zu gut, um nicht überzeugt zu ſein, daß er ſeine Abſicht ausführen würde, wenn er ſich auch dabei in Gefahr begeben ſollte. So vollkommen ruhig man über die Sache ſelbſt war, ſo ängſtlich war man um ſeine Perſon.
Als er daher jetzt wieder zum Vorſchein kam, war Alles hoch erfreut.
Aber dieſes freudige Gefühl verſchwand ebenſo ſchnell, als es gekommen war.
Puke hatte geſagt: Revolution!
Man erblaßt vor dem Donner und zittert vor dem Blitz. Die Revolution iſt der Donner und Blitz des politiſchen Lebens.
Hat ein unpatriotiſches Syſtem eine Nation auf eine unglückliche Bahn geführt, hat Machtbegier ihr Banner aufgepflanzt, den natürlichen Gang der ſtaat⸗ lichen Entwicklung gehemmt und den Volkswillen, die einzige wahre Triebkraft der Staatsmaſchinerie, unterdrückt, da drängen ſich allmälig alle patriotiſchen Kräfte, wie zündbare Stoffe, in einen Focus, in ein gemeinſames Gefühl der Empörung zuſammen, und daraus entſpringt die Revolution, nicht blos als eine Nothwendigkeit, ſondern als eine wirkliche vaterlän⸗ diſche Tugend.
Aber wie Alles, was das Leben Herrliches und
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