Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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hatte, dennoch in der That ſelbſt weniger auf die Wiederherſtellung der königlichen Gewalt als viel⸗ mehr ihrer eigenen Macht losarbeitete, und er ſetzte deßhalb ſeine Worte ſo, daß auch dieſe ſich getroffen fühlen mußte.

Als er zu Ende war, ſtanden die Anweſenden ſtill und bleich um ihn her.

Man hätte glauben können, er habe einen Geiſt aus den Gräbern mitten unter ſie beſchworen. Aber es verhielt ſich auch beinahe ſo. Er hatte nämlich aus den Gräbern entſchwundener Decennien das Ge⸗ ſpenſt der ariſtokratiſchen Pläne hervor citirt und in ihrem eigenen Innern das politiſche Gewiſſen wach⸗ gerufen.

Die Königin, die ſehr richtig bemerkte, daß er nichtsdeſtoweniger bis jetzt blos Geſchehenes geſchil⸗ dert habe, erwartete nun auch eine Erklärung dar⸗ über, was hinfort geſchehen ſolle.

Sie verharrte daher noch lange, nachdem er zu ſprechen aufgehört hatte, in einer aufmerkſamen Hal⸗ tung. Aber Höppener ſchien Nichts mehr hinzufügen zu wollen, ſondern trat einen Schritt zurück.

Nun, Höppener, ſagte ſie,warum fahren Sie nicht fort?

Ich habe Nichts hinzuzufügen, Ew. Majeſtät?

Wie ſo? Ich weiß, daß es Ihrer Logik gewöhn⸗

1 lich nicht am Schlußſatze fehlt.

Es handelt ſich hier nicht um meine Logik, ſon⸗ dern um die Logik der Geſchichte. Mag ſein, aber auch dieſe...

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