Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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fertigungen des königlichen Namensſtempels zu be⸗ dienen, ſelbſt bei Verordnungen, denen der König ſeine Zuſtimmung verſagt habe.

Höppener ſprach ſich ohne die mindeſte Schonung aus; ſeine Zeichnung war ſcharf und beſtimmt, die Wahrheiten, die er ſprach, waren hart und herb.

Die Königin mit ihrem Feuergeiſt hatte aller⸗ dings die Verhältniſſe ganz auf dieſelbe Art aufge⸗ faßt, aber dennoch lag in Höppeners Darſtellung noch ſo manches Neue.

Luiſe Ulrike hatte in dem Geſchehenen politiſche Leidenſchaften, Drohungen, Feindſeligkeit, beleidigen⸗ den Hohn erblickt; aber jetzt combinirte ſich das Eine mit dem Andern, und das Ganze ſtand ohne alle äußere Verhüllung, nackt wie ein Beingerippe, vor ihr. Sie erkannte jetzt darin nicht mehr blos die Folgen von Leidenſchaften, ſondern das Ergebniß einer kalten, egoiſtiſchen Berechnung, eines ſeit Jah⸗ ren mit ſyſtematiſcher Conſequenz durchgeführten Planes, der auf eine geſpenſterhaft beängſtigende Weiſe ſogar die Krone antaſtete.

Während ſie Höppener mit der größten Aufmerk⸗ ſamkeit anhörte, gefror ihr beinahe das Blut in den Adern.

Aber auch ihre Umgebung wurde von dem bün⸗ digen und klaren Umriß, den er über den Stand der Dinge entwarf, tief ergriffen.

Vielleicht erſchracken dieſe Herren hauptſächlich darüber, daß ſie einen Theil ihrer eigenen geheimſten Gedanken von einem Andern ausſprechen hörten.

Höppener wußte nur zu gut, daß die Mützen⸗ partei, obſchon ſie ſich jetzt an den Hof angeſchloſſen