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großer Theil von Deutſchland anſchließen werden. So viel iſt ſicher, daß Preußen auf dem Feſtlande allein daſtehen und einen ſchweren Kampf auszufech⸗ ten haben wird. Als Garant des weſtphäliſchen Friedens und durch Pommern als Mitglied des deut⸗ ſchen Reiches haben wir Urſachen genug zum Kriege. Deßhalb rufe auch ich: Krieg! König Friedrichs Schreiben an die Reichsverſammlung und den Rath iſt eine für ein ſelbſtändiges Volk tief verletzende Drohung, ja ſogar in Wirklichkeit eine Kriegserklärung, und die ſchwediſche Nation hat noch nie ermangelt, einen ihr hingeworfenen Fehdehandſchuh aufzuneh⸗ men. Merken Sie ſich's ferner, meine Herrn, daß bei einem zukünftigen Frieden kein Monarch mehr die Unterhandlungen leiten wird, ſondern die Nation ſelbſt, ihre Vertreter, die Stände, wir. Alſo noch einmal, Krieg!“
Pechlin pauſirte abermals eine Weile, dann be⸗ gann er von Neuem:
„Die ſcharfe Zuſchrift des Königs Friedrich be⸗ weist ganz deutlich, daß unſere äußeren und inneren Feinde gemeinſchaftliche Sache gegen uns machen. Wollen wir ſie daher zermalmen, ſo müſſen wir's da thun, wo ſie am ſtärkſten ſind, d. h. in Berlin. In jedem Sieg, den unſere Waffen auf deutſchem Boden erringen, werden unſere Gegner hier zu Lande eine Niederlage erleiden. Ein Krieg mit Preußen iſt alſo ein Krieg für die Staatsverfaſſung. Ich wiederhole daher noch einmal Krieg! Krieg mit unſern äußern und innern Feinden zugleich.“
Die enthuſiaſtiſche Stimmung ſchaffte ſich in leb⸗ haften Ausdrücken Luft. Die Mehrzahl der Anweſenden
Ridderſtad, Luiſe Ulriken's Hof. IV. 15


