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lichen Selbſtgefühls, wenn die Ereigniſſe ſich bedeut⸗ ſamer und raſcher entwickeln. Dies ſchien auch jetzt der Fall zu ſein.
„Nun, meine Herrn,“ ſagte Ferſen,„was ſagen Sie zu dieſem Schreiben?“
Er hielt die Zuſchrift des Königs von Preußen
in ſeiner Hand.
„Es ſieht ganz aus,“ fügte er hinzu,„als ob Friedrich II. ſich nicht begnügte, ſeine eigenen Län⸗ der zu regieren, und ſeine Macht auch über uns erſtrecken wollte.“
Ein lautes Gemurre ging durch den Saal. Man erhob die Häupter, die Augen blitzten.
„Ich habe,“ fuhr Ferſen fort,„alle Freunde des Vaterlandes eingeladen, um eine vorläufige Berathung zu halten, bevor wir...“
Lauter Beifall unterbrach ihn. Dieſe offene Art, die Sache zu behandeln, gefiel allgemein.
„Eine ſolche Drohung, wie dieſer Brief,“ hörte man von mehreren Seiten ſagen,„iſt die gröbſte Beleidigung gegen die Nation, ſowie gegen die Ver⸗ faſſung, und wir würden den Forderungen des Vater⸗ landes ſchlecht entſprechen, wenn wir ſie nicht auf eine Art beantworteten, die jeden fremden Druck ein für allemal zurückwieſe.“
„Dies iſt auch meine Ueberzeugung,“ meinte Ferſen,„aber die Antwort, die Antwort!“
Er warf einen fragenden Blick um ſich: ſeine Miene hatte mehr als ſonſt etwas Gebietendes, bei⸗ nahe Inſpirirtes. Man konnte ſich über die Bedeu⸗ tung dieſes Ausdruckes nicht täuſchen: Ferſen hatte offenbar ſeine eigene Meinung, aber er ſchien ſich


