Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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jetzt eben bei Ferſen... im Ferſiſchen Haus...

Sputen Sie ſich. Soll geſchehen.

Seit dem Beginn des Reichstags bildete der Fer⸗ ſiſche Palaſt den Mittelpunkt der politiſchen Schau⸗ bühne. Axel Ferſen war unläugbar in einer Zeit der Intriguen und Parteiſtreitigkeiten, obſchon er in der That keine ungewöhnliche ſtaatsmänniſche Be⸗ gabung beſaß, der Würdigſte, eine ſo hohe Stellung einzunehmen. Ein treuergebener Anhänger der Ver⸗ faſſung, trug er den ariſtokratiſchen Hermelin mit fürſtlicher Haltung, war für alle Corruption unzu⸗ gänglich und zeigte ſich, ſowohl dem Thron als den Ständen gegenüber, ſtets hochſinnig und ſelbſtändig. Die Macht war ihm theuer, aber er opferte weder ſeine Ueberzeugung noch ſeinen Charakter, um ſie zu behaupten.

Equipagen fuhren vor dem Ferſiſchen Palaſt ab und zu.

Die politiſche Welt war in voller Bewegung.

Ferſen empfing die Ankommenden mit der vor⸗ nehm verbindlichen Höflichkeit, welche die Leute zu⸗ gleich anzieht und zurückhält. Wenn er ſchon ſonſt gewöhnlich wie ein Gebieter im Kreiſe ſeiner Partei ſtand, ſo hatte er dieſen Schein niemals ſo deutlich vor ſich her getragen, wie eben jetzt. Aber die Kommenden und Gehenden zeigten ſich auch von einem Intereſſe befeuert, das ihren Bewegungen und ihrem ganzen Weſen eine erhöhte Kraft und Ge⸗ ſchmeidigkeit verlieh. Der perſönliche Ausdruck beſitzt immer einen Stempel höherer Würde und männ⸗