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ſuchungen und Verhöre, ſowie in naher Ausſicht ſtehende Urtheile, bei denen es ſich um Leben, Chre und Freiheit handeln konnte.
Die Königin hatte alle diejenigen, auf die ſie mit Sicherheit rechnen zu können glaubte, heimlich zu⸗ ſammenrufen laſſen. Die Schaar war nicht groß und im Verlauf des Reichstages noch mehr zuſammen⸗ geſchmolzen; doch ſah man da Brahe, Hard, Horn, Puke, ſowie die eine und andere minder hervorſtehende Perſönlichkeit.
Die Sache war nämlich die, daß der König von Preußen, zur großen Befriedigung der Königin, durch ſeinen Geſandten in Stockholm am ſelben Tag dem Reichsrath eine ſcharfe Note hatte überreichen laſſen, betreffend die Art und Weiſe, wie die Stände ſeine Schweſter behandelten.
Luiſe Ulrike glaubte alſo jetzt, die Verwicklungen ſeien auf dem Punkt eines nothwendigen Bruches angelangt, wobei ſie nicht mehr den Kürzern zu ziehen hoffte.
Amanda hatte ſchon frühzeitig bemerkt, daß etwas Wichtiges um den Weg war, und ſie ſtand auf ihrem Poſten.
Sie flüſterte Badin ein freundliches Wörtchen in's Ohr und gab Daniel einen Wink, daß ſie ihn zu ſprechen wünſche.
Badin, dem keine Thüre verſchloſſen war, ſprang zwiſchen dem Cabinet der Königin und dem Zimmer
Amanda's hin und her, ohne daß ſich Jemand darum 3
bekümmerte: er hinterbrachte bald dieſen, bald jenen Bericht, er hatte immer dies und das gehört. Bei der Königin ging inzwiſchen die Discuſſion
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