Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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ihrem Schmuck ausbrechen und dahin zurückbringen, behielt jedoch die in Berlin empfangenen Juwelen. Dies veranlaßte neue Noten, deren Ton immer bitterer wurde und die gegenſeitige Feindſeligkeit mit jedem Tag ſteigerte. Der Leſer hat aus den mitgetheilten Protocoll⸗

auszügen einen Maßſtab gewinnen können, um die

Anſichten der damaligen Zeit überhaupt, ſowie die ganze Art der Streitführung zu beurtheilen. Wenn die königliche Familie, beſonders die Königin, Alles aufbot, um einen zwar immerhin begrenzten, aber doch mit den monarchiſchen Begriffen mehr überein⸗ ſtimmenden Einfluß zu erringen, und wenn ſie über⸗ dies in ihrem Privatbenehmen gegen die Koryphäen der Oppoſitionspartei nicht immer die leidenſchafts⸗ loſe und würdevolle Haltung einnahm, welche dem Thron ſo wohl anſteht, ſo iſt auf der andern Seite nicht zu leugnen, daß die Gegenpartei mit raſtloſer Conſequenz und Beharrlichkeit die ſelbſt in einem conſtitutionellen Land nothwendige wirkliche Bedeutung der Königsgewalt bekämpfte, und dabei auf eine höchſt beleidigende, verletzende Weiſe zu Werke ging. Während der bereits mehrmonatlichen Dauer des Reichstags hatten die Stände unaufhörlich ihre feind⸗ ſelige Richtung beibehalten, und alle ihre wichtigen Handlungen bewieſen immer von Neuem, daß ſie feſt entſchloſſen waren, auf der eingeſchlagenen Bahn fort⸗ zuwandeln.

Neben den directen Angriffen gegen die könig⸗ liche Familie darf man als einen gewitterſchwangern Hintergrund die Thätigkeit der Commiſſion nicht überſehen, neue Verhaftungen, beſtändige Unter⸗