Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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Um in einigermaßen verdeckter Weiſe zu dieſem Reſultat zu gelangen, befahl der geheime Ausſchuß die Aufſetzung eines Inventars über die in der Rentenkammer befindlichen Kleinodien, zu welchem Zweck auch der König, in Folge einer beſonderen

Vorſtellung und wahrſcheinlich ohne noch die ganze Abſicht der Stände zu durchſchauen, diejenigen ab⸗ geben ließ, die ſich in ſeiner eigenen Verwahrung befanden.

Von den Ständen ging inzwiſchen am 6. April ein unterthäniges Schreiben aus, worin unter Ande⸗ rem geſagt iſt:

„... und ſieht ſich in Folge deſſen der geheime Ausſchuß veranlaßt, zugleich von den Reichsjuwelen und Kleinodien Einſicht zu nehmen, die ſowohl bei Ew. königlichen Majeſtät hoher Vermählung in Berlin, als auch ſpäter aus der Verlaſſenſchaft Ihrer höchſt⸗ ſeligen Majeſtät der Königin Ulrike Eleonore, am 12. Januar 1747, Ihrer Majeſtät unſerer allergnä⸗ digſten Königin zur Obhut und zum Gebrauch über⸗ geben wurden; derohalben hat der geheime Ausſchuß bei Ew. königlichen Majeſtät hiermit unterthänigſt anſuchen wollen, daß Ew. königliche Majeſtät aller⸗ gnädigſt den geheimen Ausſchuß zu benachrichtigen geruhen möge, wenn es Ihrer königlichen Majeſtät genehm ſei, daß der geheime Ausſchuß durch ſeine Deputirten dieſelben in Augenſchein nehme, aus Veranlaſſung der betreffenden Inventare, welche der geheime Ausſchuß je eher je lieber aufzuſetzen wünſcht.“

Dies war eine ſchwere Beleidigung für die ſtolze und ſehr empfindliche Schweſter Friedrichs II.

In der erſten Regung ihres gekränkten Selbſt⸗