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ſichten gemäß zu lenken, eine Kataſtrophe herbeifüh⸗ ren konnte, die gleich einem zerſtörenden Donnerkeil die ganze Scenerie verändern mußte.
Sie unterhielt daher fortwährend ihre auf ſolche Art eingegangene Verbindung mit Daniel, welcher ihr dabei aus Gründen des Herzens mehr als halb⸗ wegs entgegenkam.
So wurde Daniel ein immer eifrigerer Wächter des Schloſſes. Er erſchien dann nicht blos, wenn er commandirt wurde, ſondern er verſchaffte ſich auch die Erlaubniß, für Andere den Dienſt zu überneh⸗ men: ein Eifer, der ihm von ſeinem Commandanten hoch angeſchlagen wurde.
Amanda traf ihn auch zuweilen. Bald brachte ſie ihm einen Gruß von Alma, bald ließ ſie einen geheimnißvollen Wink fallen, den er verſtand oder auch nicht verſtand. Einmal, als ſie ſich allein trafen, überreichte ſie ihm ſogar ein kleines Geſchenk, ein Blümchen, ein Vergißmeinnicht.
Daniels wahnſinnige Leidenſchaft, die bis jetzt, ſeit er die Uniform angezogen hatte, durch Disciplin und Pflichtgefühl gemildert worden war, nahm nun mit jedem Tage mehr die Wildheit einer ungezügel⸗ ten Flamme an.
Mittlerweile wurde es Amanda immer mehr un⸗ möglich gemacht, die Vorgänge im Innern des Ho⸗ fes genau zu beobachten. Wir wiſſen, daß die Kö⸗ nigin ſich ihr gegenüber immer gewiſſermaßen fremd gefühlt, ja ſogar, daß ſie ihre Aufrichtigkeit und Er⸗ gebenheit beargwohnt hatte. Sie hatte das Mäd⸗ chen in ihren Dienſt genommen, um einem ſo ſchnell
emporwachſenden und gefährlichen Feind wie Pechlin


