Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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ein wenig zu ſchmeicheln; ſie behielt ſie, um wenig⸗ ſtens einigermaßen mit dieſer ihr unerklärlichen po⸗ litiſchen Sphinxnatur in Verbindung zu bleiben; aber man kann hinzufügen, daß ſie auch, vielleicht juſt wegen dieſes Verhältniſſes zu Pechlin, das Mädchen gleich von Anfang an mit einem gewiſſen Mißtrauen

betrachtet hatte. Aber obſchon die Königin ihren Arg⸗

wohn nicht immer unterdrücken konnte, ſo war es doch Amanda bis jetzt gelungen, jeden wirklich über⸗ zeugenden Grund zu Mißvergnügen abzuwehren. Auf ſolche Art blieb lange Zeit Alles auf dem alten Fleck. Für Amanda war es jedoch von der größten Wich⸗ tigkeit, daß ſie die Pläne des Hofes nicht aus dem Auge verlor. Auf Clara konnte ſie ſich nicht mehr ſo ſicher verlaſſen, wie bisher. Die Zweifel der Kö⸗ nigin hatten auch ſie angeſteckt, und ſie mußte ſich daher nach irgend einem neuen Strohhalm umſehen, woran ſie ſich halten konnte. Dabei fielen ihre Blicke auf den Negerjungen Badin, welcher auf Befehl der Königin, die ſich darin gefiel, den Knaben in beinahe vollkommenem Naturzuſtand aufwachſen zu ſehen, die unbedingteſte Freiheit genoß. Sie machte ſich mit ihm bekannt und ſchenkte ihm Zuckerwaaren, wo⸗ für er ſie reichlich mit Klatſchereien aller Art be⸗ lohnte. Es freute ſie, daß dieſer ſchwarze Pudelkopf jetzt das Verbindungsglied zwiſchen ihr und dem Hof bildete; die Intrigue konnte keinen charakteriſtiſcheren Vertrauten, die Klatſcherei keinen paſſenderen Ver⸗ treter haben. Wenn er etwas Neues mitzutheilen hatte, was er für intereſſant hielt, ſo funkelten ſeine ſchwarzen Augen und er blöckte mit ſeinen ſchnee⸗ weißen Zähnen. Amanda war auch bald vollkom⸗