Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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türlich Nichts aus, ob ſie ein Opfer der Privatinte⸗ reſſen ihrer Familie iſt.“

„Ein Opfer?“

„Sie wiſſen alſo nicht, daß die Ehre der Familie in Puke's Händen liegt, weil er ein ſchreckliches Ge⸗ heimniß weiß?“

„Davon habe ich nie ein Wort gehört.“

Daniel ging eine Weile ſchweigend an ihrer Seite, aber der heftige Kampf in ſeinem Herzen ſpiegelte ſich dabei ganz deutlich auf ſeinem Ge⸗ ſichte ab.

„Wenn ich wüßte,“ ſagte er,„wenn ich wüßte...“

„Unterbrechen Sie ſich nicht; ſprechen Sie ſich aus, Herr Daniel. Sie wiſſen, daß ich Ihre Freun⸗ din bin.“

„Unmöglich,“ murmelte er.„Es iſt eine wahn⸗ ſinnige Selbſttäuſchung, ein Lügenbild von Licht und Leben. Mein Gott, man wird mich noch in's Toll⸗ haus ſperren müſſen.“

Er gerieth gänzlich außer ſich und ergriff Aman⸗ da's Hand.

„Begreifen Sie nicht, daß Sie mich täuſchen, Mamſell?“ ſagte er.„Begreifen Sie nicht, daß das, was Sie ſagen, keine Wahrheit ſein kann? Begreifen Sie nicht, daß Alma eine Dame von hoher, edler Geburt iſt, und ich... ich...“

„Ein Soldat,“ ergänzte Amanda.„Ja wohl, ich begreife das; aber ſagen Sie mir, iſt es Ihnen nie in den Sinn gekommen, daß Sie auch avanciren können... daß Sie in den Krieg ziehen, ſich durch Tapferkeit auszeichnen und als vornehmer Herr heim⸗ kehren können?“