Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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Schedvin, wie wenn ſie ihr aus der Hölle entgegen⸗ tönte. Aber zugleich erhob ſie ſich langſam und leiſe, augenſcheinlich nur mit einem einzigen ſchrecklichen Gedanken beſchäftigt.

„Antworten Sie mir,“ ſagte ſie,„in jener Nacht

... wo ein ſo ſchreckliches Schneegeſtöber tobte...

waren Sie da dort... ſagen Sie mir, waren Sie da dort....

Ihre Bruſt hob ſich, ihre Augen flammten, ſie war todesblaß. Sie vollendete ihren Satz nicht, aber ſie deutete auf die Kellerwohnung.

„Ja,“ antwortete Amanda.

Amanda ging gern auf ihren Gedankengang ein. Sie behielt dabei ihr Ziel feſt im Auge.

„Es iſt alſo wahr,“ murmelte Frau Schedvin; nallmächtige Vorſehungl ich habe ihn geſehen.“

„Wo iſt meine Tochter?“ fragte Amanda.„Ich befehle Ihnen zu ſprechen.“

Aber Frau Schedvin antwortete nicht ſogleich. Es war, als hätte ſie in ihrer Seele noch irgend einen Hacken, woran ihr Haß ſich feſthielt.

„Antworten Sie mir,“ drängte Amanda.„Durch Ihren Argwohn aus dem Himmel gejagt, werden wir Sie auch hinausjagen.

„Waren Sie unſchuldig oder nicht?“ fragte Frau Schedvin mit dumpfer, beinahe hohler Stimme.

„Unſchuldig wie des Kindes Traum.“

Mit einem unheimlichen Ausruf ſank die Alte von Neuem auf ihre Knie.

„Unſchuldig,“ wiederholte ſie blos,„unſchuldig!“ Ddieſes Wort, worin ihr ſozuſagen die Verirrung ihres ganzen Lebens kundgethan wurde, erſchütterte