„Sie antworten mir nicht?“ fuhr Frau Sched⸗ vin fort.„Was wollen Sie von mir? Was ver⸗ langen Sie?“
Der ſchwarze Schleier flößte ihr offenbar Furcht und Entſetzen ein.
Amanda, welche Nichts von der Veränderung
wußte, die mit Frau Schedvin vorgegangen war,
bekam ebenfalls Angſt und zog ſich vor dieſem uner⸗ klärlichen lebenden Geſpenſt zurück.
Es war dunkel im Zimmer: die Abenddämmerung brach eben ein.
Es entſtand eine kurze Pauſe.
Aus Frau Schedvin's Anrede erſah Amanda nur ſo viel, daß ſie nicht erkannt wurde, und ſie fürchtete jetzt beinahe noch mehr es zu werden.
Sie behielt alſo den Schleier vor ihrem Geſicht.
Aber als Amanda endlich einen Schritt vorwärts that, um der qualvollen Stille ein Ende zu machen, da ſtreckte Frau Schedvin ihre magere und knotige Hand gegen ſie aus:
„Weiche von mir, Satan!“ rief ſie,„weiche von mir!“
Amanda blieb wieder ſtehen. Sie begriff nicht, was alles Dieß bedeuten ſollte. Fürchtete ſich wohl Frau Schedvin jetzt vor ihr? So unerklärlich ihr dieſer Gedanke war, ſo flößte er ihr gleichwohl neuen Muth ein.
„Vielleicht,“ dachte ſie,„macht ſich Frau Sched⸗ vin Vorwürfe darüber, daß ſie mich das erſte Mal ſo unfreundlich behandelt hat. 4
Eine ſolche Sprache, wie die Alte jetzt führte, ſetzte indeß einen bedeutenden Grad von Geiſtesver⸗


