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„Nicht?“
Alexander kannte Daniel zu gut, um nicht zu bemerken, daß er Argwohn ſchöpfte. Unter Anderem ſah er, wie er einen ſeiner Arbeiter um den andern ſcharf in’s Auge faßte. Gliücklicher Weiſe wurde das Geſicht des ſo eben in einen Schmied umgewandelten Fremden durch den einen herabfallenden Lappen des ſchmutzigen Hutes bedeckt, ſo daß ein tiefer Schlag⸗ ſchatten darüber fiel. Aber Daniel hielt auch dieſen Schatten feſt im Auge und ſchien mit ſeinem Blick das Dunkel durchdringen zu wollen. Uebrigens ließ er ſich keine Veränderung anmerken. Er war kalt und ruhig, wie er ſich ſeinen Freunden gewöhnlich zeigte.
„Du kannſt wohl begreifen, Daniel,“ bemerkte Alexander,„daß ich mich mit keinem Staatsgefange⸗ nen einlaſſe. Ich werde,“ fügte er ſcherzend hinzu, „immer mehr Geld verdienen, wenn ich Ketten für ſie ſchmiede, als wenn ich ſie daraus erlöſe.“
„Das iſt wohl möglich,“ meinte Daniel,„aber was iſt denn das für ein Burſche? Er ſchlägt manch⸗ mal mit dem Schlegel daneben.“
„„Das iſt ein neuer Geſelle, Daniel, der aber ein tüchtiger Arbeiter zu werden verſpricht.“
„Ich ſehe, daß Du jetzt wieder einen neuen Ge⸗ ſellen haſt, alſo fünf, Du bringſt es zu Etwas, Ale⸗ rander. Sehe ich recht, ſo trägt er einen Friesrock
.. einen gelben Friesrock.“
„Und ein Schurzfell, mein Lieber.“
„Ich ſehe das...“
Daniels Blick verwandte ſich nicht mehr von dem Friesrock.


