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geſucht hat; aber man muß klug zuwege gehn, denn er iſt bei einem Weib, und die Weiber ſind liſtig, wie Du wohl weißt.— Genug, ich erhielt meine Befehle, und denke Dir, der Flüchtling hatte ſich in's Schloß ſelbſt, zur Frau des Kochs Schnabel, Anna heißt ſie, geflüchtet. Ich nahm ſchnell einige Kameraden mit, aber da ging es, wie der Lieutenant fürchtete, denn während wir an die eine Thüre poch⸗ ten, machte er ſich zur andern hinaus, und er würde mir ſicher entwiſcht ſein, wenn ich nicht mein Gewehr meinen Kameraden gelaſſen und ihn allein verfolgt hätte. Wie ein Wirbelwind ſurrte er Treppe auf und Treppe ab, indem er bald meinen Augen ent⸗ ſchwand, bald ſich wieder zeigte... ja, eine Weile glaubte ich ſogar ſeine Spur gänzlich verloren zu haben; aber da hörte ich wieder Tritte, eilte voran und erkannte meinen Mann, der jetzt in den Schloß⸗ hof hinab und ſodann zum nördlichen Thor hinaus ſprang. Aber ich war auch nicht faul. Ich ſah in⸗ deß nur zu gut, daß ich ihn nicht allein feſtnehmen konnte, und hatte bereits beſchloſſen, ihn blos hart⸗ näckig zu verfolgen. Als ich auf den Markt der Nordervorſtadt hinabkam, hatte die Wache dort be⸗ reits Nachricht erhalten und war ihrerſeits ebenfalls beſchäftigt, Patrouillen auszuſchicken, und da ich jetzt beinahe zu fürchten anfing, er möchte mir entkom⸗ men, ſo wurde ich um ſo vorſichtiger. Vermuthlich um den Nachforſchungen zu entgehen, zog der Flücht⸗ ling auf dem Markt mit einigen andern Perſonen herum. Ich beſchloß ihnen zu folgen...“ „Allein?“
„Erſt hier in der Quergaſſe, und als ich bemerkte, Ridderſtad, Luiſe Ulriken's Hof. IV, 3


