Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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wäre er beinahe einer bereits herumziehenden und auf ihn fahndenden Patrouille in den Rachen ge⸗ laufen. Glücklicher Weiſe warf er ſich bei Zeiten in einen dunkeln Gang und nahm ſeine Zuflucht nach einer der Treppen im Schloſſe. Dreiſt und keck wie er iſt, würde er vielleicht im Berathungs⸗ ſaal ſelbſt ein Aſyl geſucht haben, wenn er nicht oben auf der Treppe eine köſtliche kleine Bekanntſchaft entdeckt hätte, die ſchöne Clara, wie ſie im Schloß genannt wird, die ihn ſogleich ins nächſte Zimmer einließ. Sie hätten indeß ſehen ſollen, meine lieben Herren, wie das arme Kind zugleich erröthete und lächelte, als ſie ſich mit dieſem Erzabenteurer allein ſah, aber unglücklicher Weiſe dauerte ihr téte à tête allzu kurz, denn beinahe im ſelben Augenblick kam aus dem innern Cabinet die Inhaberin dieſes Zim⸗ mers, die allerliebſte Alma Creutz, heraus. Die Wache hatte inzwiſchen Silfverhjelm die Treppen hinauf verfolgt, und nicht ohne Herzklopfen hörte er, wie ſie an der Thür vorbei rannte. Die beiden Mädchen, die auf ſeine Rettung ſannen, drückten ihm ein Empfehlungsbriefchen an einen ehrlichen Schmied in die Hand, und damit verließ er ſie wieder eben ſo ſchnell, wie er gekommen war. Als ich auf Sie ſtieß, war ich ihm ſo nahe, daß ich ihn mit der Hand hätte greifen können, wenn ich ihn nicht auf eine beſſere Gelegenheit aufſparen wollte. Aber da das Glück mich heute Abend ſo auffallend verfolgt, daß ich auch Sie entdeckt habe, ſo war mein Ent⸗ ſchluß ſogleich gefaßt, denn Sie ſehen wohl ein, daß 9000 Thaler etwas ganz anderes ſind, als 3000. Daß Silfverhjelm mir nicht entkommt, weiß ich ganz