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„Wiſſen Sie, wie es ihm gelungen iſt, zu ent⸗ wiſchen?“
„Ja, ganz genau. Als man ihn verhaftete, um⸗ gab man ihn mit einer ſehr anſehnlichen Ehrenwache, aber er wußte recht gut, wie man ſolche Burſche be⸗ handeln muß, er lachte und ſchwatzte mit ihnen, ſo daß ſie zuletzt ihre größte Freude an ihm hatten. Kennen Sie Stina Irmark?“
„Habe nicht die Ehre.“
„Um ſo beſſer für die Dirne. Stina iſt ein ſu⸗ perbes Mädchen, und Silſverhjelm hatte ſie nicht umſonſt zu ſeiner Bedienung auserſehen. Schlau und verſchlagen wie der Teufel, gab ſie ihm einen Wink, daß die Wache heute Abend theils beſtochen, theils leicht an der Naſe herumzuführen ſei, und als es auf der großen Kirche Vier ſchlug, nahm der Herr Leibtrabant den Finkenſtrich. Das Schickſal, das die Wache trifft, wenn ſie ihn nicht wieder er⸗ wiſcht, wird ihm gewiß ſehr tief zu Herzen gehen; aber inzwiſchen iſt er frei. Es war ein ſehr luſtiges Abenteuer, das er auf dem Schloſſe hatte. Einer der Köche dort heißt Schnabel, gewiß ein ſehr drolli⸗ ger Name, der ihn indeß nicht verhindert, ein rei⸗ zendes Weibchen zu beſitzen, die hübſche Anna, bei welcher Silfverhjelm mit Sicherheit auf ein Aſyl hoffen durfte. Aber ſo angenehm es ſein mag, ſo iſt es doch auch ſehr gewagt, bei fremden Weibern Zuflucht zu ſuchen, und Silfverhjelm mußte ſich bald zur einen Thür hinausſchleichen, als der Mann zur andern hereinkam, und bei dieſer Gelegenheit


