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„Das iſt unmöglich, Baron. In einer ſo ver⸗ zweiflungsvollen Lage muß ich zuvor noch mit einem Bekannten ſprechen.“
„Keine Bedenklichkeiten, Larsſon. Wie Sie jetzt die Rathſchläge Ihrer Freunde nicht befolgen, ſo könnten dieſe Sie zuletzt auch verlaſſen. Der Plan zu Ihrer Rettung beſteht darin, daß Sie ſich heute Abend, ſobald es dunkelt, nach Ulrichsthal begeben ... ich will eine zuverläſſige Perſon mit Ihnen ſchicken... dort gehen Sie zu dem Kammerherrn Baron Kolamb, einen zuverläſſigen Freund von uns allen, der Sie nach dem Gute Eichhof, jenſeits des ſo⸗ genannten deutſchen Meerbuſens, ſcilken wird, und dort werden Sie eine vollſtändige Marſchroute nach Wermland und ſo weiter nach Norwegen erhalten.“
„Larsſon hörte den Vorſchlag Wrangels mit der größten Aufmerkſamkeit an.
„Ich habe,“ ſagte er endlich,„gegen Ihre An⸗ ſicht Nichts einzuwenden, denn ich begreife wohl, daß ich hier nicht lange unentdeckt bleiben könnte; aber ſehen Sie, Baron, ich kann doch unmöglich die Stadt verlaſſen, ohne eine vorherige Beſprechung mit.
„Aber, mein Freund, wenn man Sie während Ihrer Beſprechung entdeckt und aufgreift. Benutzen Sie den letzten Augenblick.“
„Ganz recht, Baron, aber als je gefährlicher ich meine Stellung erkenne, um ſo nothwendiger iſt eine Beſprechung.
„Mit wem müſſen Sie denn ſo nothwendig zu⸗ ſammenkommen?“
„Mit dem Capitän Schecta.“
„Was fällt Ihnen ein? mit dieſem Wahnſinni⸗


