Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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Nun wohl, Baron, ſtammelte er,was glau⸗ ben Sie, daß ich zu thun habe?

Verlaſſen Sie ſich auf Ihre Freunde, Larsſon, die Alles aufbieten werden, um Sie zu retten. Ich habe bereits mit der Königin geſprochen.

Haben Sie das, Baron?

Wie geſagt, ja, und ſie intereſſirte ſich für Sie auf eine Art, die ſowohl ihr ſelbſt als Ihnen alle Chre macht. Sie ließ ſogleich den Hofmarſchall Horn rufen, und nach kurzer Berathung entſchieden wir uns für folgenden Rettungsplan, den ich Ihnen hiemit vorlege. Sehen Sie, Larsſon, es iſt noth⸗ wendig, daß wir Sie je eher je lieber aus der Stadt ſchaffen.

Daß ich fliehe, meinen Sie, Baron, daß ich fliehen ſoll?

Bei dieſem Gedanken wurde Larsſon von einer noch größeren Furcht bewältigt.

Natürlich, Larsſon. Hier können Sie nicht blei⸗ ben; Sie würden nicht blos ſich ſelbſt, ſondern auch uns blosſtellen. Sie haben ja ſo eben die Fahndung gehört.

Und Sie verlangen, daß ich die Stadt verlaſſen ſoll, Herr Baron?

Je eher je lieber. Noch heute Abend!

Larsſon blickte zögernd, beinahe bittend auf.

Mein lieber Larsſon, fuhr Wrangel fort,ich glaube, daß Ihnen mein Vorſchlag nicht ſonderlich behagt, und doch mache ich ihn nur zu Ihrem eige⸗ nen Beſten. In Ihrer Stellung würde ich den erſten Augenblick, der mich dem Herd meines Verderbens entrückte, als Rettungsanker begrüßen.