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meiſten Urſache zu klagen hätte, das bin ich. Als ich mein Schickſal mit dem Ihrigen vereinigte, glaubte ich, Sie würden ein König werden wollen, und ich eine Königin; aber was ſind wir denn? Nichts als Schattenbilder. Wenn indeß der Schlag, welchen die Stände heute gegen den Thron richten, allerdings hart iſt, ſo wird er doch auch der Nation die Augen öffnen und ſelbſt den größten Zweifler von den Zerſplitterungen und der Auflöſung überzeugen, wozu das übermüthige Parteitreiben bei uns führt. Auch kann unter allen Umſtänden Eines uns tröſten, Ew. Majeſtät; nämlich daß wir auf dem friedlichen und ruhigen Weg der Ordnung, ſowie in den von der Verfaſſung vorgeſchriebenen Schranken, offen und ungeſchminkt die Vorſtellungen eingereicht haben, die wir mit Recht machen konnten. Sollten wir uns alſo in Zukunft genöthigt ſehen, den Kampf fortzu⸗ ſetzen, ſo haben wir jetzt erfahren, daß wir uns an⸗ derer Auswege, anderer und ſicherer Mittel bedienen müſſen. Inzwiſchen iſt die ſogenannte große Depu⸗ tation noch nicht angekommen, und ich müßte mich ſehr täuſchen, wenn die Wahl ihrer Mitglieder ohne nachdrückliche Proteſtationen ablaufen ſollte.
Die Königin verließ ſich noch im letzten Augen⸗ blick auf ihre Freunde und deren Verſprechungen.
Sobald der König ſich entfernte, ging die Köni⸗ gin in die äußern Zimmer hinaus, wo ſie einige ihrer Freunde verſammelt fand; allein ſie war in einer zu aufgeregten und geſpannten Stimmung, um an der Unterhaltung Theil nehmen zu können, und deßhalb kehrte ſie in eines der mittleren Zimmer zu⸗


