„Haben Sie Angſt, Silfverhjelm?“
Silfverhjelm lächelte.
„Ich verſtehe Sie,“ fuhr auch die Königin fort, „und ich werde Sie auf eine neue Probe ſtellen. Dießmal müſſen nämlich Sie, Silfverhjelm, ſich ganz allein in dieſe Reſtauration begeben und den bezeich⸗ neten Platz am Tiſche einnehmen. Ich weiß, daß Sie ebenſo viel Muth und Vorſicht als Anhänglich⸗ keit an meine Perſon haben; alſo Sie und ſonſt keiner.“ 1
Silfverhjelm entfernte ſich unter Verſicherungen, ſein Beſtes thun zu wollen.
Unter geſpannter Erwartung ſah Alles dem 19. November entgegen.
Die öffentlichen Plätze waren bereits mit Men⸗ ſchenmaſſen angefüllt, die von allen Seiten herbei⸗ ſtrömten. Man wollte die Prozeſſion ſehen, wollte hören, was ſich zutrug, wollte dabei ſein, im Fall etwas Neues und Merkwürdiges eintrat.
Der König hatte einen Beſuch bei der Königin abgeſtattet.
„Ich bin,“ ſagte er,„äußerſt bekümmert über den Schlag, der den Thron heute trifft, zumal da ich durch mein eigenes Schreiben an die Reichsſtände hauptſächlich dazu beigetragen habe, ihn zu veran⸗ laſſen. Ich wollte, Alles das wäre ungeſchehen ge⸗ blieben.“
„Sie klagen, Ew. Majeſtät,“ antwortete die Kö⸗ nigin, nicht ohne eine gewiſſe Zärtlichkeit und Un⸗ ruhe,„und das thut mir ſehr leid; aber wer am


