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fühlen hingeben zu können, welche dieſe theuren Zei⸗ len, wie ſie zum Voraus wußte, in ihr hervorrufen mußten. Noch hatte ſie indeß ihren Brief nicht zu Ende geleſen, als ſie zur Königin zurückberufen wurde.
Die Königin ſtand halb angelehnt an ihrem Se⸗ cretär, einem prachtvollen Möbel von Jacarandaholz, mit goldenen Verzierungen.
Ihre Stirne, worin ſo manche Pläne oder viel⸗ mehr Blitze von Plänen einander kreuzten, ſah dro⸗ hend aus. Ihre Lippen zitterten vor Verdruß, ihre Wangen waren bleich. Die großen prächtigen Augen concentrirten ihr ganzes Feuer in einem einzigen Strahl, der Alma beben machte.
„Eine Weile, nachdem Du mich verließeſt,“ be⸗ gann die Königin,„begab ich mich auf einen Augen⸗ blick zum König, und als ich zurückkam, fand ich dieſes Papier auf dem Secretär.“
Und die Königin zeigte ihr ein zuſammengelegtes Papier, das ſie in ihrer Hand hielt.
„Erinnerſt Du Dich,“ fuhr ſie fort,„dieſes Pa⸗ pier hier bemerkt zu haben, als Du mich verließeſt?“
„Ich kann Ew. Majeſtät mit Gewißheit verſichern, daß es damals noch nicht da lag. Als ich das Zimmer verließ, hatten Sie den Schreibpult noch nicht geöffnet, und außer der erhaltenen Depeſche fand ſich kein Papier vor.“
„Schreibt Puke Dir Etwas über meine Angele⸗ genheiten?“ „Ich habe ſeinen Brief noch nicht zu Ende ge⸗ eſen.“ „So lies ihn; vielleicht erwähnt er Etwas.
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