Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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und drohender zu werden ſchien, zeigte ſich in dieſem Augenblick ein ſchimmernder und verheißungsreicher Regenbogen.

Als nämlich die Königin am wenigſten daran dachte, traf von ihrem Bruder, Friedrich II. in Berlin, ein Courier ein, der ein eigenhändiges Schreiben des Monarchen, als Antwort auf den durch Puke empfangenen Brief, überbrachte.

Das Schreiben war zwar Nichts als eine meiſter⸗ haft verſchlungene Diplomatenarbeit, die durchaus nichts Beſtimmtes ausdrückte, worin man jedoch Alles finden konnte, was man nur wünſchte; aber die Kö⸗ nigin deutete es zu ihrem Vortheil und ſchöpfte neuen Muth daraus.

Ueber die Stellung Europa's im Allgemeinen wurde darin geſagt, daß man Ereigniſſen, denen man nicht ausweichen könne, entſchloſſen und vor⸗ ſichtig entgegentreten müſſe; ferner ſagte der König, daß die Verhältniſſe in Schweden ihn im höchſten Grad intereſſiren, daß er für den Augenblick 60,000 Mann unter den Waffen habe, daß die Königin überzeugt ſein dürfe, daß er ihr jederzeit ein wohl⸗ affectionirter Freund und Bruder bleiben werde u. ſ. w.

Die Königin bezog den Inhalt des Schreibens auf ſich ſelbſt und die Pläne, welche ſie mitgetheilt hatte..

Entſchloſſenheit und Vorſicht! wiederholte ſie; vor Allem Entſchloſſenheit.

Aber auch Alma hatte von dem Courier eine geheime Depeſche erhalten, einen Brief, womit ſie, nicht ohne lebhaftes Herzklopfen, auf ihre Zimmer eilte, um ſich da ganz allein den Eindrücken und Ge⸗