„Du haſt Recht, Creutz... diesmal haben wir ihm eine Naſe gedreht. Ruf' den Bedienten, Creutz.. ich will ſogleich anſpannen laſſen und zu Ferſen fah⸗ ren. Was Pechlin erzählte, war zu wichtig, als daß es nicht die ganze Partei in Aufruhr bringen ſollte. Du haſt's ja ſelbſt gehört... der Hof dürfte nichts Geringeres als eine Verſchwörung im Schilde füh⸗ ren. Für Silfverhjelm will ich ſchon ſorgen.“
„Und dann Brahe... ich begebe mich ſogleich zu ihm.“
Als Pechlin ſich wieder in ſeinen Wagen geſetzt hatte, brach er in ein lautes Gelächter aus.
„Es iſt mir gelungen,“ murmelte er,„es iſt mir vollkommener gelungen, als ich gehofft hatte. Jetzt kann ich mich ruhig an's Fenſter ſetzen und zuſehen, wie die Welt geht. Unſere Verfaſſung iſt ein vor⸗ treffliches Uhrwerk; man braucht ſie nur ein einziges Mal im Monat, manchmal auch blos alle zwei Mo⸗ nate einmal, aufzuziehen.“
oijnung und Furcht wechſelten inzwiſchen bei Hof. Die Reichsſtände hatten am 28. die Streitfrage zwiſchen dem König und dem Rath entſchieden und beſchloſſen, am folgenden Tag Deputirte zu wählen, um durch eine große Deputation, unter Anführung des Landesmarſchalls, Grafen Axel Ferſen, dem König während der Sitzung die Antwort zu über⸗ reichen.
Wir haben geſehen, daß Pechlin gewiſſe Verdäch⸗ tigungen gegen den Hof in Umlauf geſetzt hatte, die ſich auch bald unter dem Publikum verbreiteten,


