Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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geſetze, denn er befand ſich immerhin vor einem Manne, der ihm an Rang weit überlegen war.

Sie ſprechen von Einfalt, Herr Baron, fuhr er indeß nach einer kurzen Pauſe und vergeblichen Bemühungen, ſeinen Aerger zu dämpfen, fort,aber nach Allem, was hier vorgefallen iſt, ſcheint mir auch Ihr eigener Scharfſinn nicht unfehlbar zu ſein. Ein unfreiwilliger Zuhörer Ihrer Aeußerungen, habe ich Sie eine Unkenntniß unſerer Familienangelegenheiten entwickeln gehört, die von ſehr geringer Bekanntſchaft mit Allem zeugt, was an der Tagesordnung iſt. Mein Onkel hat auch eine Nachſicht gegen Sie ge⸗ habt, die ich bewundern muß. Sie gelten für einen feinen Politiker, und nichtsdeſtoweniger haben Sie uns, lediglich auf eine ungegründete Vorausſetzung geſtützt, in mehrere Ihrer Pläne eingeweiht. Sie haben angenommen, daß meine Schweſter mit Puke verlobt ſei: ich habe die Ehre, Ihnen mitzutheilen, daß dieſe Annahme ganz und gar keinen Grund hat. Ferner haben Sie angenommen, daß wir uns für ihn intereſſiren: ſeien Sie überzeugt, daß er uns vollkommen gleichgültig iſt.

Pechlin nahm die Miene eines zerknirſchten Sün⸗ ders an. Wenn Chrenpreutz einen Augenblick Miß⸗ trauen in ihn geſetzt hatte, ſo verſchwand es jetzt. Creutz konnte ſich, da er einmal im Zuge war, das Vergnügen nicht verſagen, ihn vollends in den Staub zu treten.

Nichtsdeſtoweniger, Herr Baron, fuhr er alſo fort,danke ich Ihnen für Ihre Mittheilungen. Wir werden nicht unterlaſſen, den beſtmöglichen Ge⸗ brauch davon zu machen. Was mein Verhältniß zu