„Um Alles in der Welt, Baron, ſagen Sie das nicht; ich... ich... ich will durchaus wiſſen, wen Sie meinen.“.
Pechlin hatte während dieſer langen Unterredung immer dazwiſchenhinein gegen das Nebenzimmer hin gehorcht, ohne jedoch einen Ton oder eine Bewegung zu vernehmen.
„Da Sie durchaus verlangen, daß ich Ihnen ſagen ſoll, wen ich meine... nun wohl denn, ich meine den Grafen Brahe.“
„Brahe!“
Pechlin hörte jetzt eine Bewegung offenbarer Un⸗ geduld im innern Zimmer. Als Creutz den Namen Brahe hörte, war es ihm unmöglich, länger ein paſſiver Zuhörer zu bleiben; er rückte auf dem Stuhl hin und her, er ſetzte ſeine Beine bald ſo, bald ſo, er konnte ſich's kaum verwehren, ſelbſt hinauszu⸗ gehen.
„Da ſehen Sie's, Graf, ich habe es ja geſagt,“ fuhr Pechlin fort.„Es war mir ganz klar, daß Sie meinen Vorſchlag unmöglich finden würden. Brahe iſt inzwiſchen eingebildet und einfältig genug, um am allerbeſten zum Strohmann zu paſſen. Durch ihn, Herr Graf, würden Sie in den Stand geſetzt, Ihre eigene Handlungsweiſe auf's Genaueſte zu be⸗ ſtimmen. Sie hätten dann, ſo zu ſagen, den Dau⸗ men auf der Pulsader ſelbſt. Aber es lohnt ſich nicht der Mühe, davon zu ſprechen. Sonſt wäre blos ein Freund nöthig, dem der Graf ſein Ver⸗ trauen ſchenken könnte. Man hat mir geſagt, er ſei ſchwach für Freundſchaft. Ein Freund... blos ein Freund... aber ein ſolcher iſt nicht zu bekom⸗


