die Wahl vorzugsweiſe auf Silfverhjelm fiele, wel⸗ cher der eigentliche Schlüſſel zu allen Geheimniſſen der Königin iſt...“
„Silfverhjelm, ja gewiß... er... er...“
„Wenn ich die Sache genau überlege, ſo gebe ich gerne zu, daß ſie fein ausgedacht iſt. Silfver⸗ hielm iſt ſo zu ſagen der Repräſentant der Intriguen der Königin; hätte man ihn in ſeiner Gewalt, ſo könnte man über mancherlei Verhältniſſe Aufſchluß erhalten, wie es denn auch ganz klar iſt, daß die Königin und die ganze Hofpartei, wenn ſie ſich er⸗ ſchrocken zurückzögen und es alſo beim Anfang be⸗ wenden ließen, gerettet werden könnten... und dann wäre ja auch Puke gerettet. Aber Nichts iſt leichter als mit Silfverhjelm anzubinden, denn er iſt unerſchrocken und keck, und muthige Leute laſſen ſich am leichteſten auf friſcher That ertappen. Sollten Sie Ihren Plan ausführen wollen, Herr Graf, ſo wäre es am beſten, zu warten, bis die Reichsſtände ihren Beſchluß gefaßt haben und die Deputation zum König geſchickt wird, weil dann die Partei natürlich Feuer fangen wird, ein Feuer, das der leiſeſte Wind⸗ hauch in eine Brunſt verwandeln kann. Für dieſen Fall empfehle ich Ihrer Aufmerkſamkeit die Reſtau⸗ ration in der Meiſter Samuelsgaſſe. Dieſe ſoll ein wahres Intriguantenneſt ſein.“
Chrenpreutz wandte ſeinen Kopf hin und her, während Pechlin ſprach.
„Sie glauben,“ verſetzte er dann,„daß die Kö⸗ nigin innehalten würde, wenn man einen ihrer Ver⸗ trauten feſtnähme und vor Gericht ſtellte; aber ſollte man nicht eher das Gegentheil annehmen können?“
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