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Rettung erfahren, um ſich daraus eine untrügliche Waffe zum Sturz des Verhaßten zu ſchaffen.
„Um Puke zu retten,“ wiederholte Pechlin,„muß man die Königin retten.“
„Wie ſo?“
„Das heißt, man muß ſie über all' das Ge⸗ mmunkel, deſſen Gegenſtand ſie iſt, aufklären, muß 1 V ihr zu bedenken geben, daß ſie beobachtet wird.“
„Aber wenn wir jetzt nicht mit Beſtimmtheit
viſſen, was ſie vorhat, ſo dürfte es ſehr ſchwer hal⸗
teen, ſie aufzuklären.“— „Sie haben vollkommen Recht, Herr Graf, und ich kann Ihre Bemerkung nur bewundern. Statt b die Königin aufzuklären, wäre es alſo vielleicht klü⸗ ggeer gethan, wenn man ihre Abſichten genau zu er⸗ mmiittteln ſuchte.“
„Das halte ich auch für verſtändiger. Aber wie ſoll dies gelingen?“
„Wirklich eine ſchwere Frage, Herr Graf; ich ahne jedoch, wie Sie die Sache wohl nehmen
würden...
„Wie ich ſie nehmen würde?“
„Ohne den Dingen mit demſelben umfaſſenden Blick auf den Grund zu ſehen, wie Sie, Herr Graf,
V vermuthe ich, daß Sie...“ „Sie vermuthen, daß ich...“
„Daß Sie es für's Klügſte halten würden, wenn man Urſache zu bekommen ſuchte, einen der Vertrau⸗ ten der Königin in Anklageſtand zu verſetzen und zu verhaften, wobei man ihn dann auspreſſen könnte wie eine Citrone, und ich geſtehe Ihnen, Herr Graf, daß Sie darin vollkommen Recht haben, zumal wenn
Ridderſtad, Luiſe ulriken's Hof. III. 21


