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auf einmal den nöthigen Maßſtab zur Beurtheilung Amanda's. Bis jetzt hatten ſie das Mädchen nicht recht begriffen; aber nun wurde ihnen Alles klar. Sie begriffen jetzt auch, daß Amanda ſich ihnen aus eigenem Antrieb genähert hatte, und nicht in Folge eines Fingerzeigs von Pechlin. Ein und daſſelbe Intereſſe vereinigte ſie alſo mit dem Mädchen. Sie ſahen auch beide den Vortheil einer Bundesgenoſſen⸗ ſchaft mit einem ſo leidenſchaftlichen Weibe ſogleich ein. Durch Amanda wurde es ihnen vielleicht ſo⸗ gar möglich, ſich Puke gänzlich vom Halſe zu ſchaffen.
Pechlin, welcher den tiefen Eindruck bemerkte, den ſeine Mittheilung auf den alten Reichsrath machte, weidete ſich lächelnd daran.
Aus der heftigen Bewegung, die er vom innern Zimmer her vernahm, erſah er, daß die Nachricht auch bei Creutz einen nicht geringeren Effekt her⸗ vorrief.
„Sie wundern ſich vielleicht, Herr Graf,“ fuhr er inzwiſchen fort,„daß ich, trotz der Ergebenheit, die ich immerhin für Amanda haben muß, ſie den⸗ noch auf dieſe Art bloszuſtellen ſcheine; aber ich thue das nicht ohne die ſorgfältigſte Ueberlegung. Sie ſehen gewiß leicht ein, daß Amanda vermöge ihrer Geburt und Stellung keineswegs berechtigt iſt, mit einer Verwandten von Ihnen zu rivaliſiren. So geſchickt ſie alſo auch ihre Pläne anlegen mag, ſo ſehe ich doch ihren endlichen Untergang voraus, im Fall ſie auf dem betretenen Weg beharren will, und um das Mädchen vor größerem Unglück und Herze⸗ leid zu bewahren, habe ich es für meine Pflicht ge⸗


