Publikum. Was iſt jedoch der Grund von Aman⸗ das...“
Creutz hatte mit Mißfallen gehört, daß Chren⸗ preutz ſeinen Unwillen gegen Puke nicht geheimhalten konnte; aber noch weit mehr verdroß ihn dieſe Nach⸗ giebigkeit. Er fühlte ſich beinahe beleidigt davon. Je unerfahrener man iſt, um ſo leichter iſt man be⸗ leidigt.
„Von Amanda's Haß?“ fiel Pechlin ein.„Nichts Anderes, Herr Graf, als verſchmähte Liebe, oder mit andern Worten Eiferſucht.“
Creutz freute ſich jetzt zu hören, daß er ſie richtig beurtheilt hatte.
„Amanda,“ fuhr Pechlin fort,„hat mir von der Beſprechung erzählt, die ſie mit Ihnen hatte, Herr Graf. Ich begreife nur zu gut, daß Sie kein Freund der Königin ſein können, und finde es alſo ſehr er⸗ klärlich, daß Sie das Mädchen angehört haben; aber die Gefahr für Sie...“
„Gefahr... ich verſtehe nicht... Gefahr?“
„Die Gefahr beſteht darin, Herr Graf, daß Amanda, die von Natur ſehr ſchlau und jetzt von der heftigſten Leidenſchaft aufgeregt iſt, auch Sie ſelbſt in's Verderben mitreißen könnte.“
„Mich? Erklären Sie ſich, Baron.“
„Natürlich Sie, vor allen Andern Sie, Herr Graf, oder vielleicht richtiger Ihre Angehörigen. Es iſt klar, daß, wenn es Amanda gelingt, Puke in den Strudel ihrer unſeligen Unternehmungen hineinzu⸗ ziehen, die Folgen davon auch Sie ſchmerzlich treffen müſſen, und zwar in demſelben Maß, wie Sie Puke lieben.“


