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daß man ihm einen Spuck ſpielen wolle. Er war auch ſogleich mit ſich im Reinen, wie er ſich zu be⸗ nehmen hätte. Endlich ſchob Chrenpreutz ſeinen Stuhl vom Schreibtiſch weg und empfing ſeinen Gaſt mit zuvorkommender Höflichkeit.
„Was ſchenkt mir die Chre Ihres Beſuchs, Herr Baron?“ fragte er.
„Eine Kleinigkeit, Herr Graf; Sie wiſſen, daß
Kleinigkeiten die Welt am meiſten beſchäftigen. Ich habe heute mit einer der Kammerfrauen der Königin eine Beſprechung gehabt; Sie kennen ja Amanda? Das arme Mädchen... ich habe immer inniges Mitleid mit allen ſchwachen Gehirnen.“
Chrenpreutz hegte eine zu gute Meinung von ſich, als daß er in dieſer Bemerkung einen Stich auf ſich ſelbſt gefunden hätte.
„Amanda, ſagen Sie? Ja, ja, gewiß, ich kenne ſie.“
Chrenpreutz erinnerte ſich nur zu lebhaft der Be⸗ ſprechungen, die er mit ihr gehabt hatte, und ahnte, daß Pechlins Beſuch dieſen gelte.
„Das Mädchen war heute bei mir,“ fuhr Pech⸗ lin fort;„ſie betrachtet mich nämlich als einen älte⸗ ren Bruder, als einen Freund, als eine Art von Vater.“
„Sie iſt ja auch Ihre Pflegetochter, Herr Baron?“
„Ja, auf gewiſſe Art. Ich gelte wenigſtens da⸗ für. In der That ſelbſt verwechſelt man jedoch mei⸗ nen Vater und mich. Während ich noch jung war, wurde das Mädchen auf den Wunſch meines Vaters in's Haus aufgenommen, wiewohl er ſie bald in einem bürgerlichen Haus in die Koſt gab. Aber


