Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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Art und Weiſe, wie Karl XI. während der Reichs⸗ verſammlung von 1668 ſich der unumſchränkten Ge⸗ walt bemächtigt hatte.

So jung die Zeitungspreſſe damals noch war, ſo fehlte es ihr doch nicht an Takt und Verſtand. Als Beleg hiefür mag z. B. angeführt werden, daß „ein ehrlicher Schwede“ in Geſprächsform gehalten und die verſchiedenen politiſchen Meinungen ſehr ge⸗ ſchickt von einem Honestus, einem Prudens, Cautus, Probus, Libertinus u. ſ. w. vertreten waren, wo⸗ durch der Verfaſſer Gelegenheit zu ſehr vielſeitigen Discuſſionen erhielt, bei denen er natürlich ſeine eigenen Zwecke nicht aus den Augen ließ.

Creutz hatte ſo eben den Bericht des Honestus über Karls XI. Attentat gegen die Freiheit vorge⸗ leſen und wandte ſich jetzt zu Chrenpreutz, um ſeine Anſicht zu vernehmen.

Ehrenpreutz nahm eine Priſe und bat ihn fortzu⸗ fahren.

Creutz las:

„Prudens. Ich bin Dir für dieſe Darſtellung ſehr verbunden, mein lieber Honestus, denn ſie ent⸗ hält verſchiedene Punkte, die alle Aufmerkſamkeit verdienen. Namentlich kommt es mir ſonderbar vor, daß darin ſteht, die Gutgeſinnten ſeien in Maſſe aus dem Ritterhaus weggeblieben, während es doch gerade damals am allernöthigſten war, für das Recht und die Freiheit des Reiches zu ſprechen und zu fechten. In einer ſo hochwichtigen Staatsangelegen⸗ heit genügte es nicht, für die gute Sache blos zu ſprechen, dann aber ſich aller weitern Betheiligung zu enthalten, die Uebelgeſinnten ſchalten und walten,