Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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Ehrenpreutz und Creutz erſchracken ob der Heftig⸗ keit, womit ſie ſich ausſprach, und doch lag Etwas darin, was ſie anzog.

„Ich will ſie vor der Kommiſſion ſehen,“ fuhr ſie fort,„vor dieſem Blutgericht der unbeſtechlichen, ſtrafenden Gerechtgkeit, vor dieſem Minotaurus im Innerſten des Geſellſchaftslabyrinthes, dieſer Macht, die über Leben und Tod gebietet, und worin die er⸗ zürnte oder beleidigte Geſellſchaft ſich von Zeit zu Zeit in ihrer ganzen Majeſtät erhebt; ich will ſie alle zuſammen vor Schreck verſteinert ſehen beim Anblick ihres Meduſenhauptes— alle— alle— Silfverhjelm, Wallenſtjerna, Hermelin, Wrangel, Lars Larsſon— alle— alle— Puke— ſelbſt die Königin.“

Die Königin vermochte nicht länger an ſich zu halten. Sie wollte hinein, ſie wollte der kühnen Per⸗ ſon, die eine ſolche Sprache führte, Auge in's Auge ſchauen.

„Laß mich los, Alma,“ ſagte ſie zu dieſer;„ich muß wiſſen, wer die Leute ſind, die ſich unterſtehen, mich auf ſolche Art zu bedrohen.“

„Nein, Cw. Majeſtät, Sie dürfen nicht gehen. Ich bitte Sie.“

Alma bebte vor dem Gedanken zurück, daß die Königin Ehrenpreutz und Creutz entdecken könnte. In⸗ zwiſchen wagte ſie es nicht mehr, ſie zurückzuhalten, und die Königin ging entſchloſſen auf die offene Thüre zu; aber im Augenblick, wo ſie in's Zimmer trat, verſchwanden Ehrenpreutz, Creutz und Amanda durch die entgegengeſetzte Thüre.

Mit bleichen Wangen ſtierte die Königin in der Finſterniß ihnen nach.