Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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Achtzehntes Kapitel. Neue Fäden der Intrigue. Hoffnung und Furcht.

Die Thüre zu Pechlins Arbeitszimmer war ſo eben zugemacht worden. Amanda hatte, nach einer längeren Beſprechung, gerade erſt ſich entfernt. Pechlin ſtand noch da und hielt ſeine Blicke auf die Thüre geheftet, durch welche ſie verſchwunden war.

„Sie hat Recht,“ ſagte er, indem er eine lange Rauchſäule aus ſeiner Pfeife hervorholte und ſich damit behaglich umhüllte, wie mit einer dicken Wolke, „die Zeit zum Handeln iſt jetzt gekommen.“

So ſprechend machte er eine halbe Wendung von der Thüre weg und begann im Zimmer auf und ab zu wandeln.

„Je genauer ich die Menſchen kennen lerne,“ murmelte er vor ſich hin,„um ſo dummer finde ich ſie. Alle glauben ihre eigenen Geſchäfte zu beſor⸗ gen, und doch arbeiten ſie nur für Andere. Ueberall Nichts als Leidenſchaften! Die Welt iſt ein Inſtru⸗ ment: die Leidenſchaft iſt der Ton: man kann einen Menſchen ganz wie eine Taſte anſchlagen und mit vollkommener Gewißheit die Wirkung vorausſagen.“

Er zog eine neue Wolke aus ſeiner Pfeife und begann eine neue Wanderung in ſeinem Zimmer umher.

„Man braucht weiter Nichts als Verſtand zu haben,“ fuhr er fort,„ſo wird man der Herr der Welt. Wie kleinmüthig war nicht dieſer ſtolze, ein⸗ bildiſche Ferſen, als der Landesmarſchallsſtab ihm

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