Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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t

7

„Sind Leute hier, Alma? Antworte mir, ich verlange es.“

„Still, Ew. Majeſtät, um Gottes willen ſtill. Sie machen ſich unglücklich.“

„Unglücklich?“ wiederholte die Königin.„Wer ſollte es wagen, mir in meinem eigenen Palaſt Trotz zu bieten?“

Und dabei ergriff ſie Alma's Hand mit dem feſten Entſchluß, weiter zu gehen. Aber als ſie fühlte, wie Alma's Hand zitterte, da wurde ſie ſelbſt auch von einem leichten Zittern überfallen. Nichtsdeſto⸗ weniger ging ſie in der Dunkelheit vorwärts.

„Hören Sie,“ flüſterte Alma,„hören Sie.“

Die Königin blieb unwillkürlich ſtehen. Sie hörte wirklich im nächſten Zimmer Jemand ſprechen.

„Und dann,“ ſagte die Stimme,„dann...“

„Dann...“ wiederholte eine andere Stimme.

„In Schweden gibt es,“ begann die erſte Stimme wieder,„ein Mittel, das auch den Stummen zum Sprechen zwingen kann. Sie kennen dieſes Mittel?“

„Ha!“

„Ein Mittel, das den Vernünftigen wahnſinnig und den Wahnſinnigen vernünftig machen kann; ein Mittel, ſchrecklicher als der Tod, denn es iſt der Tod ohne Tod; ein Mittel, vor welchem jeder Sterbliche erſchrocken zurückbebt, weil er darin in ein Grab hinabſchaut, das voll von allen Höllenqualen iſt.“

„Sie werden entſetzlich.“

„Ein Mittel, das ſicherer iſt, als das Beil, denn während das Beil auf einmal Allem ein Ende macht, zieht dieſes Mittel den Tod Stunden, Tage, Wochen, ja Jahre lang hinaus und verwandelt den Unglück⸗