Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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„Meine Liebe,“ redete der König ſeine Gemahlin an,„was geht hier vor?“

Ohne auf dieſe Frage zu achten, befahl die Kö⸗ nigin Höppener, die Schrift zu verleſen, die er in ſeiner Hand hielt.

Höppener las.

Es war dieſelbe, dem Leſer ſchon aus dem An⸗ fang des Werks bekannte Schrift, welche die Köni⸗ gin in der Bibliothek zu Drottningholm Dalin und Höppener mitgetheilt hatte, obſchon jetzt mit einigen unweſentlichen Aenderungen in der Redaktion.

Höppeners Stimme klang, wie immer, mannhaft und kräftig. Der Inhalt fagte dem König ſehr zu

.er lauſchte... er richtete ſich auf... ſeine Augen befeuerten ſich.

„Vortrefflich!“ rief er, noch ehe die Schrift halb verleſen war,„das ſind Gedanken aus meiner eige⸗ nen Seele, Worte aus meinem eigenen Herzen. Bei Gott, ſo verhält es ſich. Ich habe das Alles erfah⸗ ren müſſen... ja, ja.“

„Ew. Majeſtät unterzeichnen alſo die Schrift?“ fragte die Königin.

„Sie unterzeichnen?“

„ Dieſe Schrift, Ew. Majeſtät, müſſen Sie ſelbſt im Reichsſaale den Ständen übergeben, nicht blos als eine Proteſtation gegen die Vermeſſenheit der Rathsherrn, ſondern auch als eine Aufforderung an die Stände, ſolche Veränderungen im Grundgeſetz vorzunehmen, wodurch Ihre königliche Macht eine Wirklichkeit wird, ſtatt daß ſie jetzt eine bloße Fik⸗ tion iſt.“

„Ew. Majeſtät,“ ſagte Höppener,„dieſe Schrift