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„Ich ſehe blos Ihre Unruhe, aber ich begreife Nichts.“
„Sie werden mich bald begreifen; wollen Sie ſo gut ſein und ſich ſetzen.“
Der König nahm Platz.
„Wie aufgeregt bin ich nicht! aber gleichviel. Sie hörten doch das Beifallsgeſchrei, das Ihnen zu Chren vom Hof herauf erſcholl. Gewiß hat es Ihnen viel Freude gemacht.“
„Allerdings. Es that meinem Herzen wohl.“
„Aber Sie bemerkten wohl auch, wie die Räthe ſich darüber ärgerten?—
„Natürlich; Jedermann konnte das ſehen.“
„Und was ſchließen Sie daraus?“
„Daß das Volk mich einigermaßen in Chren hält, die Reichsräthe aber nicht.“
„Ganz richtig; aber man kann auch noch etwas Anderes daraus ſchließen.“
„Was denn?“
„Daß der Augenblick gekommen iſt.“
„Der Augenblick? Welcher Augenblick?“
„Erinnern Sich Ew. Majeſtät der Antwort, welche Sie den Reichsräthen gaben, als dieſelben Sie durch Drohung mit Einberufung der Reichsſtände von Ih⸗ rem Verlangen abbringen mollten, daß die Garden nur allein von Ihnen Befehle anzunehmen haben, wenn Sie anweſend ſeien?“
„Allerdings erinnere ich mich deſſen: aber damals war ich im Zorn.“
„Wenn mich mein Gedächtniß nicht täuſcht, ſo antworteten Sie dieſen Herrn, daß auch Sie die Stände einberufen und fragen wollen, ob die Reichs⸗
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Ridderſtad, Luiſe Ulriken's Hof. III.


