Jahren ſeinen Vater ausſpionirte und an ſeine Feinde verrieth?“
Dalin zog ſich entſetzt zurück: eine ſolche Frage konnte er nicht beantworten.
Guſtav hatte in aller kindlichen Unſchuld Pech⸗ lin den ſchrecklichſten Schlag verſetzt, der ihn treffen konnte.
Entſetzen ſtand auf allen Geſichtern zu leſen.
Trotz all ſeiner berechnenden Nuhe verzogen ſich Pechlins Geſichtszüge.
„Rache, Rachel“ murmelte er, indem er das Schloß verließ,„Rache“.
Als der König und die Königin auf ihr Zimmer zurückkamen, ſank ſie in einen Lehnſtuhl nieder. Ihre Beine trugen ſie nicht mehr
Unruhig eilte der König hinzu.
„Laſſen Sie mich Athem ſchöpfen,“ bat die Kö⸗ nigin.„Sagen Sie mir, haben Sie Etwas von Pechlins Aeußerungen verſtanden?“
„Nicht das Geringſte, meine Liebe, ich verſichere Sie... nicht ein einziges Wort.“
„Ich auch nicht; aber ſchon ſein Anblick machte mir wehe. Ich fühle, daß er mein Feind iſt.“
Ihr Buſen hob ſich. Sie athmete tief auf.
„Bei Gott,“ fuhr ſie fort,„wir haben keinen Augenblick mehr zu verlieren. Was wir thun wollen, muß bald geſchehen.“
„Ich verſtehe Sie nicht, meine Liebe, was ſollen wir denn thun?“ 4
„Sie begreifen es nicht?“
ſie


