Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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zwei Nebenbuhler, von denen der eine kein Vorzugs⸗

recht ertrug, das dem Andern gelaſſen wurde, und

umgekehrt. Beide buhlten, jeder für ſich, um den allgemeinen Beifall.

Aber der Sturm ſollte ſich nicht ſobald legen. Das Volk hatte über zwei große, einander entgegen⸗ ſtehende Prinzipien abgeſtimmt, und einmal von die⸗ ſen Ideen ergriffen, ſchien Niemand nachgeben zu wollen. Das Vivatgeſchrei nahm auch an Stärke und Umfang zu.

Auf einmal ſchien ſich jedoch die Maſſe in Be⸗ geiſterung für den Senat zu einigen.

Die Geſichter der Reichsräthe klärten ſich auf.

Der König that, als ob er den Lärm nicht hörte, und unterhielt ſich am entgegengeſetzten Ende des Zimmers mit einigen Mitgliedern der Geiſtlichkeit und des Bauernſtandes, unter denen man auch For⸗ bus und Lars Larsſon bemerkte; aber als die Be⸗ geiſterung des Volks ausſchließlich auf die Seite der Rathsherren übertrat, da bemerkte man eine Unruhe in ſeinen Geberden, und daß er in ſeinen Reden zu ſtraucheln anfing.

Wenn auch die Meinungen des Volks von den Machthabern gewöhnlich verachtungsvoll mit Füßen getreten werden, ſo legen die hohen Herren doch, ſonderbar genug, keinen geringen Werth auf den lärmenden Beifall oder Tadel der Maſſe. Man ſcheint beinahe zu verlangen, daß das Inſtrument gut geſtimmt ſein ſolle, aber man gibt ſich nicht die

Mühe, es gut zu ſtimmen.

Noch ſcholl der dröhnende Beifall zu Gunſten der Reichsräthe, aber wie wenn ein Concert plötzlich