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in ein anderes Tempo übergegangen wäre, ließ ſich auf einmal ein Geziſche hören, das zu einem voll⸗ kommenen Orkan anwuchs.
Die Reichsräthe zitterten vor Aerger.
„Das Volk iſt aufgeregt,“ flüſterte einer.
„Man regt es abſichtlich auf,“ bemerkte ein an⸗ derer.
„Seht, ſeht!“
„Was meinen Ew. Excellenz?“
„Man arbeitet mit Händen und Füßen uns ent⸗ gegen. Sehen Sie nicht, wie die Leibtrabanten des Königs da unten ſich zu thun machen? Sie ſprechen bald mit dem Einen, bald mit dem Andern. Hier liegt ein ganz beſtimmter Plan gegen uns vor.“
„Dort ſehe ich Silfverhjelm. Mit welchem In⸗ tereſſe er ſich unter der Menge umtreibt!“
„Dort iſt Wallenſtjerna und dort Hermelin.“
1„Und dann der Läufer Ernſt, dieſer Trunken⸗ old.“
„Wir müſſen uns dieſe Herren wohl merken.“
Ferſen trat zwiſchen die Sprechenden.
„Meine Herrn, es iſt Zeit, daß wir aufſchauen. Wir müſſen zuſammenkommen und Rath halten.“
„Wo?“
„Bei dem franzöſiſchen Miniſter heute Abend.“
Gleich einem ſchrecklichen Donner brach eben jetzt unter den im Hof verſammelten Maſſen ein allge⸗ meiner Jubel aus.
„Es lebe der König! Es lebe die Königin!“
Die Mitglieder der Hofpartei ſahen, daß ſie unter dem Volk geſiegt hatten, und das flößte ihnen ein erhöhtes Vertrauen ein.


