„Unſere Actien ſind im Sinken,“ bemerkte Ferſen.
„Leider ſieht es ſo aus.“
Die Gefühle, die ſich Ferſen aufdrängten, hätten eine weniger mannhafte Bruſt, als die ſeinige war, ſprengen müſſen.
„Meine Herren,“ ſagte er,„es gilt den Staat, das Syſtem, unſere Ehre. Wir müſſen Alles auf⸗ opfern, was wir beſitzen, aber wir müſſen den Kampf beſtehen und ſiegen.“
„Man iſt uns zuvorgekommen.“
Ferſen ſchleuderte einen Blick auf die entgegen⸗ geſetzte Seite. Er ſchien beinahe in ſeiner Seele den Werth von Brahe's Kopf abzuwägen.
Palmſtjerna lächelte verdrießlich.
„Ich hab's vorhergeſagt,“ bemerkte er.„Wir behandeln die Staatsangelegenheiten mit gar zu großer Gutmüthigkeit und Schwachheit. Man muß anders zuwege gehen.“
„Baron Pechlin,“ erinnerte ein Anderer,„iſt ein erfindſamer Kopf. Laſſen Sie uns ihn um Rath fragen.“
„Nein, nein,“ rief Ferſen,„nein; ich vertrage mich nicht gut mit ihm... er...“
In dieſem Augenblicke gingen die großen Dop⸗ pelthüren auf, und der König trat, nur von einigen wenigen dienſtthuenden Höflingen begleitet, herein. Die Reichsräthe ſchaarten ſich um ihn, und die Ver⸗ kündigung des Reichstags wurde dem erſten Herold überlaſſen.
Der ganze umfangreiche Schloßhof war übervoll von einer bunten, wimmelnden Menſchenmaſſe. Da


